Filmreihe “Filmissimi – Il cinema tedesco d’autore: Le condizioni della donna", 6 - 27 marzo 2026
La rassegna cinematografica "Filmissimi – Il cinema tedesco d’autore", promossa dal Goethe-Zentrum Verona in collaborazione con la Cineteca del Goethe-Institut Rom, prosegue con altre 4 proiezioni che sono dedicate al tema "Le condizioni della donna".
I film saranno proiettati in lingua originale, con introduzione.
ENTRATA LIBERA con PRENOTAZIONE all'indirizzo
1. Freitag, den 6. März 2026 um 17:00 Uhr
Der Blaue Engel
Regie: Josef von Sternberg, s/w, 109 Min., 1930
Tief entrüstet durch die gewagten Bilder, die unter seinen Schülern zirkulieren, macht sich Professor Rath auf, im Kabarett zum Blauen Engel die abgebildete fesche Lola zur Rede zu stellen. Von ihren Auftritten schnell betört, verfällt der ordentliche Professor der jungen Frau und geht so weit, dass er seine Karriere aufgibt, um sie zu heiraten. Damit beginnt sein tiefer Fall. Von Stadt zu Stadt zieht er mit seiner jungen Frau und tritt als dummer August inmitten eines drittklassigen Ensembles auf. Schließlich endet er in seiner eigenen Stadt, wo er zum Gespött seiner ehemaligen Kollegen und Schüler wird. Als gehörnter Ehemann sucht er noch einmal seinen inzwischen verwaisten Klassenraum auf, wo er tot zusammenbricht.


2. Freitag, den 13. März 2026 um 17:00 Uhr
Ivie wie Ivie
Regie: Sarah Blasskiewitz, 109 Min., 2021
Ivies Selbstbild kommt ins Wanken, als plötzlich ihre Halbschwester auftaucht und nicht nur von der anstehenden Beerdigung des gemeinsamen Vaters in Senegal erzählt, sondern vor allem ihr Bewusstsein für den Alltagsrassismus schärft, dem sie als Afrodeutsche ausgesetzt ist; ein beeindruckendes Debüt über Selbstfindung und Diversität.
Und plötzlich steht ihre Halbschwester Naomi vor der Wohnungstür, von der Ivie bis dahin noch nicht einmal wusste, und berichtet von der anstehenden Beerdigung des gemeinsamen Vaters in Senegal. Für Ivie, die bei ihrer weißen Mutter in Leipzig aufgewachsen ist, gerade ihr Lehramtsstudium beendet hat und auf Jobsuche ist, bedeutet dies eine umso heftigere Konfrontation mit der eigenen „afrikanischen“ Geschichte. Naomi schärft bei den ausgiebigen Gesprächen vor allem Ivies Blick für ihre Identität als Afrodeutsche, für all die alltäglichen Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung, die Ivie trotz ihrer privilegierten Situation als Akademikerin regelmäßig widerfahren und die nur allzu oft nicht einmal böse gemeint sind, sondern aus Unwissen, Gewohnheit oder Unüberlegtheit entstehen. Regisseurin Sarah Blaßkiewitz lässt sich und ihren Darstellerinnen dabei viel Zeit für die Entwicklung der Figuren und deren Lebenswelten, mal heiter, mal schmerzhaft; ein bewegender Debütfilm über die Selbstfindung einer jungen Frau.


3. Freitag, den 20. März 2026 um 17:00 Uhr
Elaha
Regie: Milena Aboyan, 115 Min., 2023
Milena Aboyans Langfilmdebut über die 22-jährige Deutsch-Kurdin Elaha führt uns an die Weggabelung zwischen bedingungsloser Liebe zur Familie und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Kurz vor ihrer Hochzeit mit Nasim wird Elaha mit den Erwartungen ihres Umfelds konfrontiert, jungfräulich in die Ehe zu gehen. Verzweifelt sucht sie daraufhin nach Möglichkeiten, ihre Jungfräulichkeit vorzutäuschen, um das Ansehen ihrer Familie zu erhalten.
Elaha ist eine intensiv erzählte Geschichte über den Kampf um die Deutungshoheit des eigenen weiblichen Körpers im Spannungsfeld kultureller Traditionen. Fremd- und Selbstwahrnehmungen, die nicht zueinander passen wollen, Erwartungen, Wünsche und Zwänge, mit denen alle Beteiligten zurechtkommen sollen – auch die Eltern und der Bräutigam, die keineswegs in der Rolle bloßer Unterdrücker gezeichnet werden.
„Ich liebe meine Familie und meine Tradition – ich bin nur manchmal mit den Regeln nicht einverstanden!“, sagt Elaha an einer Stelle zu ihrer Berufsberaterin. Dieser Satz bringt die Grundstimmung des Dramas treffend auf den Punkt, denn Aboyan gelingt es, in diese den Traditionen verhaftete Welt einzuführen, ohne sie vorzuführen oder gar zu verurteilen.


4. Freitag, den 27. März 2026 um 17:00 Uhr
Solo Sunny
Regie: Konrad Wolf, 104 Min., 1980
Sunny lässt sich nichts vorschreiben. Trotz aller Widerstände und Enttäuschungen folgt sie ihrem Traum, als Sängerin Karriere zu machen. Das tragikomische Musikdrama der DEFA-Größen Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase wurde zum Kultfilm und Kassenschlager.
Im Ostberlin Ende der siebziger Jahre träumt Sunny davon, mit ihrer Musik zum Star zu werden und auf den großen Bühnen aufzutreten. Dafür hat sie ihren Job als Fabrikarbeiterin aufgegeben und tourt nun mit ihrer Band durch die biedere Provinz. Aber nicht nur ihren künstlerischen Ambitionen ist wenig Erfolg beschieden, auch ihre Suche nach Liebe und privatem Glück mündet immer wieder in Enttäuschungen. Doch trotz aller beruflichen und persönlichen Rückschläge lässt sich Sunny nicht davon abbringen, ihren Träumen zu folgen.
"Solo Sunny" gehört zu den großen Klassikern der DEFA. Basierend auf der realen Lebensgeschichte der Sängerin Sanije Torka, zeichnet er das Bild einer Frau, die sich nicht verbiegen lässt: schnoddrig, ungeschönt, authentisch. Der letzte Film des DDR-Starregisseurs Konrad Wolf - Namensgeber der ältesten Filmhochschule Deutschlands in Potsdam-Babelsberg - nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase erlaubte sich mit seiner widerborstigen Protagonistin Subversion und unverblümte Gesellschaftskritik.
Nachdem Renate Krößner bei der Berlinale 1980 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde und der Film zudem den FIPRESCI-Kritikerpreis gewann, avancierte "Solo Sunny" rasch zu einem Kassenschlager. Der Erfolg war nicht zuletzt dem Soundtrack geschuldet, der in Zusammenarbeit des Musikers und Komponisten Günther Fischer mit der Jazzsängerin Regine Dobberschütz entstand, die sämtliche Titel der Sunny interpretierte.

